KW 01: Potsdamer Platz an Immobilieninvestor Brookfield verkauft, Ermittlungsverfahren gegen Ex-Bildungspolitiker Özisik, Nach Schießerei im Wedding -Tatverdächtige stellen sich, Flüchtlinge frieren vor Wartezelten

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Liebe Leser, wir hoffen Sie haben den Jahreswechsel ausgelassen gefeiert und sind ausgelassen ins neue Jahr gestartet. Auch dieses Jahr versorgen wir Sie wieder mit den großen und kleinen Geschichte aus unserem Kiez. Der Potsdamer Platz wurde vergangene Woche verkauft, nach der Schießerei vor anderthalb Wochen im Wedding haben sich sieben Männer gestellt und in der Turmstraße soll ein Kulturzentrum eingerichtet werden. Viel Spaß beim Lesen!

\ MITTE AKTUELL /

Potsdamer Platz an Immobilieninvestor Brookfield verkauft: Der kanadische Immobilieninvestor Brookfield ist neuer Eigentümer und kauft am Potsdamer Platz 17 Gebäude, zehn Straßen und zwei Plätze mit einer Gesamtfläche von rund 270.000 Quadratmetern. Zum Kaufpreis wurden keine Angaben gemacht. Früheren Branchenschätzungen zufolge soll Brookfield 1,4 Milliarden Euro bezahlt haben. Damit ist der Verkauf einer der größten Immobilien-Deals in Deutschland in den vergangenen Jahren. In dem internationalen Bieterverfahren um den Potsdamer Platz hatte sich Brookfields unter anderem auch gegen chinesische Interessenten durchgesetzt. Sein Ziel sei es auf dem deutschen Immobilienmarkt, der vor allem in den Ballungszentren boomt, zu wachsen.
tagesspiegel.de

Ermittlungsverfahren gegen Ex-Bildungspolitiker Özisik : Der türkischstämmige Politiker vertrat den Wahlkreis 4, der im Wesentlichen dem Ortsteil Moabit entspricht und trat am Dienstag ohne Angabe von Gründen aus der Berliner SPD und aus der Fraktion aus. Er wurde für die Wahlen im September nicht mehr berücksichtigt. Außerdem soll Özisik seine Beiträge und sonstige Abgaben an die Partei nicht ordentlich bezahlt haben. Jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen ihn, da sich der Verdacht bestätigt hat, dass Özisik zumindest teilweise keinen Unterhalt gezahlt haben soll. Özisiks Immunität als Abgeordneterkann erst aufgehoben werden, falls Anklage erhoben wird oder Hausdurchsuchungen durchgeführt werden sollen
rbb-online.de, morgenpost.de

Nach Schießerei im Wedding -Tatverdächtige stellen sich: Nach dem am 2. Weihnachtsfeiertag ein 31-Jähriger tödlich und drei weitere Männer bei einer Schießerei an Hochstädter Straße schwer verletzt worden, haben sich in den vergangenen Tagen insgesamt sieben Tatverdächtige gestellt. Die vier Opfer waren vor anderthalb Wochen auf dem Weg in ihr Auto, als zehn Männer aus zwei Autos sprangen sofort mit Messern auf die vier Opfer losgingen. Während des Angriffs fielen auch Schüsse. Die Verdächtigen meldeten sich laut Staatsanwaltschaft nach und nach mit Anwälten bei der Polizei. In der Vergangenheit habe es bereits Streitigkeiten zwischen den rivalisierenden Großfamilien gegeben.
morgenpost.de

Flüchtlinge frieren vor Wartezelten: Freiwillige Helfer der Initiative „Moabit hilft“ und Caritasmitarbeiter haben erneut die Zustände vor dem Berliner Landesamt für Gesundheit und Soziales kritisiert. Schon ab 4 Uhr morgens warten zahlreiche Flüchtlinge im Freien auf einen Termin. Zehn Flüchtlinge sollen am Montag Erfrierungen erlitten haben. Sie seien von Notärzten behandelt worden, hieß es vom Leiter des Caritas-Teams. Lageso wiederspricht diesen Aussagen. Die Helfer kritisieren, dass nicht alle wartenden Flüchtlinge Platz in den Wärmezelten finden. Das ist besonders gefährlich, weil die Flüchtlinge großteils nicht ausreichend mit passender Winterkleidung und Schuhen ausgestattet sind.
n-tv.de

Zwangsräumung: 33 Männer müssen zum 31. Januar aus der Berlichingenstr. 12 ausziehen moabit.net
Baumfällungen:84 Bäume werden bis Februar auf dem Eckgrundstück Fischerinsel / Mühlendamm gefällt berliner-woche.de
Wartemanagement vor dem LAGgeSo: Sozialstadtrat Stephan von Dassel hat 15 Verbesserungsvorschläge berliner-woche.de
Baumfällungen im Tiergarten um die Biodiversität zu fördern berliner-woche.de
Bildungsprojiekt gerettet:Der Medienhof in der Prinzenallee bekommt für die zwei nächten Jahre Geld berliner-woche.de
Movinga:Umzugs-Start-up bekommt 25 Millionen Euro von VC Index Ventures gruender.wiwo.de

Reizgasattake an Grundschule: Am vergangenen Montag musste die Feuerwehr zu einem Großeinsatz in die Albert-Gutzmann-Schule am Gesundbrunnen ausrücken. Dort sind 23 Menschen verletzt worden, weil offenbar ein 15 Jahre alter Schüler Pfefferspray im Flur versprüht hatte. Dies habe sich nicht gegen Menschen gerichtet, es sei niemand in der Nähe gewesen. Der Schüler ging daraufhin nach Hause, während Kinder und Lehrer in die durch Flur und Treppenhaus wabernde Wolke liefen. Die Feuerwehr brachte nach Behandlungen von Augen- und Atemwegsreizungen auf dem Schulgelände 15 Jungen und Mädchen im Alter von zehn bis 13 Jahren in Krankenhäuser. Die Spraydose wurde später bei dem 15-Jährigen sichergestellt.
morgenpost.de

Schneechaos sorgt für viele Unfälle: Der nicht mehr für möglich gehaltene Schneefall hat in Berlin die Straßen verstopft. Am Alexanderplatz entgleiste am Dienstag Vormittag eine Tram, nachdem sie über einen Eisklotz gefahren war. Daraufhin wurden die Linien M4, M5 und M6 eine Stunde lang umgeleitet, bis die Straßenbahn gegen 12 Uhr wieder aufgegleist war. Der Tiergartentunnel wurde nach einem Unfall in Richtung Süden bis 13.30 Uhr gesperrt. Eine Frau hatte dort die Kontrolle über ihren Wagen verloren und war gegen die Leitplanke gefahren. Sie kam mit leichten Kopfverletzungen ins Krankenhaus.
berliner-zeitung.de

Autofahrer rammt Streifenwagen: In der Nacht zu Mittwoch wurden zwei Polizisten mit ihrem Funkwagen in die Bellermannstraße in Gesundbrunnen gerufen, da dort ein Auto liegen geblieben war. Sie stellten ihren Streifenwagen quer und schalteten das Blaulicht ein, um die Straße zu sperren.
Ein Auto, das zu dieser Zeit an der Prinzenallee Ecke Osloer Straße bei Rot an der Ampel gewartet hatte, fuhr bei Grün los und rammte dann direkt die rechte Seite des Funkwagens. Anschließend floh der Fahrer des Audis. Die zusätzlich alarmierte Streifen entdeckten später das Fluchtfahrzeug in der Stettiner Straße, wo es verschlossen in zweiter Reihe geparkt war. Vom Autofahrer fehlte jede Spur.
morgenpost.de

Polizei-Ticker:Am späten Sonntagnachmittag kam es zwischen zwei Gruppen auf der Karl-Marx-Allee zum Streit. Dabei soll die unterschiedliche Herkunft der Männer eine Rolle gespielt haben. Ein 17-Jähriger erlitt eine Stichverletzung am Oberschenkel und kam ins Krankenhaus versorgt. Maskierte haben in der Nacht zum Mittwoch zwei Spielhallen überfallen. Sie bedrohten in der Nacht zum Mittwoch einen 59 Jahre alten Angestellten in der Transvaalstraße mit einer Schusswaffe und forderten Geld. Anschließend flüchteten die Täter mit ihrer Beute in unbekannter Höhe. Sonntag wurde am frühen Abend ein Spätkauf überfallen. Der Täter bedrohte die Inhaberin mit einer Machete und flüchtete mit dem erbeuteten Geld. Am späten Montagabend wurde vor einer Spielbank am Marlene-Dietrich-Platz ein mutmaßlicher Serienräuber geschnappt worden sein, der in Berlin und Brandenburg mit einer Jagdwaffe Geschäfte überfallen haben soll. Bei der anschließenden Durchsuchung seiner Wohnung fand die Polizei die mutmaßliche Tatwaffe, eine größere Summe Bargeld und die Bekleidung, die der Mann bei seiner letzten Tat getragen haben soll.

morgenpost.de (Messerattacke); morgenpost.de (Überfall); moabit.net/935 (Machete); morgenpost.de (Serienräuber)

Straße des 17. Juni im Januar großteils gesperrt: Nach der großen Silvesterparty herrschten auf der Straße des 17. Juni gerade mal drei Tage lang freie Fahrt. Wegen der Fashion Week, die vom 19. bis 22. Januar statt findet ist die wichtigste Berliner Ost-West-Verbindung erneut gesperrt. Ende Januar soll sie dann nochmals für drei Tage geöffnet werden. Klaus Breyer aus Mitte hat jetzt eine Internetseite eingerichtet. Auf www.istdiestrassedes17tenjunigesperrt.de können Autofahrer verfolgen, ob die Straße aktuell gesperrt ist.
bz-berlin.de

Neue Roßstraße: Für beide Richtungen ist abwechselnd nur eine Spur frei. inforadio.de

\ SPORT /

BFC Preußen gewinnt Hallenturnier: Am 2. und 3. Januar kam die Berlin-Liga um 15 Uhr in der Sporthalle Charlottenburg vor 2000 Zuschauer zusammen, um wieder um den Titel der besten Hallenfußballmannschaft Berlins zu spielen. Im Finale setzte sich der BFC Preußen mit 2:0 gegen den SC Staaken durch. Doppelter Torschütze war Arber Shuleta, der auch zum „Spieler des Turniers“ gewählt wurde. Durch den Turniersieg nimmt der BFC Preußen damit auch am Regio-Cup 2016 teil.
fupa.net

\ ZAHL DER WOCHE /

60.000 Euro hat Veranstalter Hermann Russ für wohltätige Zwecke gespendet. Gemeinsam mit Kooperationspartnern aus der Wirtschaft werden damit Menschen in Not unterstützt.
berliner-woche.de

\ STADTLEBEN /

Ein Kulturhaus soll an der Turmstraße errichtet werden: „Offen und flexibel“ – so beschreibt das Team um Bernd Käpplinger vom Institut für Erziehungswissenschaften der Humboldt-Universität sein neues Konzept für das Bildungs- und Kulturzentrum. Es gehe darum, auf viele Ideen und Projekte reagieren zu können und außerdem Freiraum für Workshops und zeitlich begrenzte Aktionen zu schaffen. Das neue Bildungs- und Kulturzentrum soll die Turmstraße mitprägen. Es soll ein Ort werden, an dem man sich selbst wiederfinden und weiterentwickeln kann.
morgenpost.de

Tanzend zum Nachdenken anregen: Die Berliner Tanztage bieten eine Bühne für den choreographischen Nachwuchs. Die Akteure leben alle in Berlin, aber sie kommen aus vielen Ländern. So beispielsweise Olivia Hyunsin Kim. Die Koreanerin lebt seit 2011 in Deutschland und probt gerade für ihre Produktion „She came, she saw, she said: MEME“. In dieser Choreographie geht es um das Andere und wie Exotismen in der zeitgenössischen Tanzszene benutzt oder dargestellt werden. Es nervt sie, als Asiatin gesehen zu werden. Interessant dagegen findet sie im Gegensatz zum Schönen die Irritationen, die aus Sachen herauskommen, die nicht schön sind. Die Berliner Tanztage finden vom 12. bis 13. März statt.
rbb-online.de

Konzessionen für Spielhallen erlöschen: 2016 wird sich das Stadtbild in vielen Teilen Berlins spürbar ändern. Denn das Berliner Spielhallengesetz, das im Mai 2011 in Kraft trat, sieht für neue Betriebserlaubnisse wesentlich schärfere Regeln vor. So wird nur noch maximal eine Spielhalle mit höchstens acht Geldspielautomaten pro Gebäude erlaubt sein. Viele der großen Casinos, die bislang mit Mehrfachkonzessionen mehrere Spielhallen nebeneinander betreiben, müssen also schließen. Darüber hinaus soll künftig ein Mindestabstand von 500 Metern bis zur nächsten Spielhalle gelten genau wie zu Schulen, Kindergärten und Jugendeinrichtungen.
weddingweiser.wordpress.com

Diamantene Hochzeit: Vor 60 Jahren versprachen sich Ursel und Heinrich Nowakowski, ihren Lebensweg gemeinsam zu gehen. In diesem Jahr, am Donnerstag, 14. Januar 2016, können die beiden ihre Diamantene Hochzeit feiern. Das Bezirksamt Mitte wird dem Paar im Namen der Vorsteherin der Sozialkommission tun.
berlin.de

Kiezgeschichten Vorlesung: Der Journalist Andreas Ulrich arbeitet seit Jahren als Autor und Moderator für Hörfunk und Fernsehen des ORB, rbb, Deutschlandradio Kultur und der radio eins Fußballshow Arena Liga Live. Neben seiner Tätigkeit als Journalistik- Dozent und Medientrainer an der Elektronischen Medienschule ems Potsdam Babelsberg und als Lehrbeauftragter Kulturjournalismus an der Universität der Künste Berlin hat er inzwischen drei Bücher geschrieben. Am Donnerstag, den 28. Januar wird er aus seinem Buch „Torstr. 94“ vorlesen. Lebensgeschichten aus acht Jahrzehnten Kiezleben warten auf die Zuhöherer.
berlin.de

Polizeiveranstaltung: Prävention für Gaunertricks am 12. Januar um 15 Uhr in der Korneliusgemeinde berliner-woche.de
Lesen mit Kleinkindern: ab 19. Januar in der Amerika-Gedenkbibliothek berliner-woche.de
Finissage: der Ausstellung Passagen 10. Januar 0 Uhr im Art-Lab Berlin moabitonline.de
Dokumentation: über den Wedding ardmediathek.de
Ausstellung:“Wir Frauen – weltweit“ im Cafe Seidenfaden berliner-woche.de

Wir wünschen Ihnen noch viel Kraft für den letzten Tag der Woche und wenn es was zu kommentieren gibt, bitte auf mitte-journal.de erledigen.

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